Folge dem Blog…

Falls Du dem Blog folgen willst: wähle einen Blog-Beitrag an und schreibe einfach einen Kommentar. Dann kannst Du ein Häklein setzen bei „Informiere mich über neue Beiträge per E-Mail“

Von hoch nach tief und hoch und nachhause

20. September 2020 Mörlialp – nachhause

Von der Mörlialp schwingt sich die Panoramastrasse herunter nach Giswil mit toller Aussicht ins Tal. Wir fuhren ohne Frühstück los und erreichten auf der mehrheitlich einspurigen Strasse mit wenig Gegenverkehr das Tal.

Wir beschlossen, nicht der „Grand Route“ zu folgen, sondern beim Hüüsli, welches über Jahrzehnte der Zweitwohnsitz unserer Eltern im Glarnerland war, vorbei zu fahren. Also dem Sarnersee entlang Richtung Stans und durch den Seelisbertunnel ins Urnerland. Dann führt uns von Altdorf her eine der eindrucksvolleren Passstrassen hoch auf den Klausenpass, wo wie üblich die Parkplätze rappelvoll waren. Auf etwa halber Höhe zum Urnerboden fanden wir einen Platz zum Frühstücken.

Der eingefrorene Zopf schmeckte auch ohne Aufbacken sehr gut!

Nach Kaffee und Zopf tuckerten wir gemächlich den Klausen runter, fuhren über den Urnerboden und dann noch die paar Kurven ins Tal bei Linthal. Übrigens: Ein grosser Teil der ersten Staffel von „Wilder“ (SRF) wurde auf dem Urnerboden gedreht.

An Diesbach vorbei fahren wir über die Linthebene und das Tösstal nach Hause.

Fazit der teilweise gefahrenen „Grand Tour of Switzerland“

Wir folgten ja nicht der ganzen Tour – Genf, Basel, Tessin südlich Bellinzona und vor allem die Gegend AG, LU & SZ liessen wir für ein anderes Mal.

Sehr gut gefallen hat uns:

– Wasserauen, Seealpsee und der exzellente Käse

– Partnun und der Partnunsee mit Ruderbootsfahrt

– Die Farben des Engadin mit den Campings Chapella und Maloja

– Oberalppass

– Binntal, Wanderung und Camping Giessen

– Binii ob Savièse

– Jura mit Lac de Joux und Lac Brenet

– Besuch bei Romis Bruder und Familie – vielen Dank nochmals für die Gastfreundschaft

– Blueberry Hill bei Dürrenroth

Wir danken allen, die unsere Reise virtuell begleitet haben!

Vom Blaubeerhügel zur moorigen Alp

19. September 2020 Blueberry Hill, Dürrenroth – Mörlialp

Der Morgenspaziergang löste „Heimatgefühle“ aus: der benachbarte Bauer fuhr mit dem Güllenfass spazieren. Zum Glück stand der Wind richtig…

Die restlichen Bilder zeigen allerdings Emmentaler-Idylle

Nach dem Morgenessen und etwas Tratschen mit dem Nachbarn im „Carthago“, welcher beinahe nicht glauben konnte, dass zwei Erwachsene und zwei Hunde in unserem Reisekasten genug Platz hätten, fuhren wir weiter auf der „Grand Tour“. Sie führte uns südlich des Napf das Emmental hoch und dann das Entlebuch hinunter. Kurz vor Schüpfheim verliessen wir die Tour und zweigten Richtung Sörenberg ab, wo wir noch die Vorräte, welche zur Neige gingen, aufstockten.

Dann führte uns die so schmale wie auch schöne Panoramastrasse hoch über den Glaubenbüelenpass (1611 m.ü.M) nach der Mörlialp. Hier war ich schon vor einem guten Monat mit den Hunden, als Romi zum Wandern im Tirol war: https://hrzcamper.wordpress.com/2020/08/12/von-corona-zum-erdinger/

Die Bezeichnung Mörlialp geht wahrscheinlich auf mittelhochdeutsch môr (für Moor) zurück. Flur- und Ortsnamen, die mit Möri-, Mor-und ähnlich beginnen, waren demnach ursprünglich ein durch Kahlschlag gewonnenes, mooriges Stück Land. Quelle: wikipedia

Als wir nach einem Espresso mit den Hunden raus wollten, begann es zu regnen. Doch nach geduldigem Warten war das Wetter uns gnädig und erlaubte sogar einen Blick ins Tal und auf den Sarnersee.

Für‘s Restaurant hier oben möchte ich diesmal keine Werbung machen…

Die Westschweiz im Breitleinwandformat

18. September 2020 Murten – Blueberry Hill, Dürrenroth

Romis Stuhl-Motiv in Murten…

Heute war die Gewichtung eher auf Fahren und die wunderbare Kulisse von Bergen und Tälern durch die Windschutzscheibe anschauen – quasi Breitleinwand-TV auf Rädern.

Zuerst führte uns die Route Richtung Fribourg, durch die Schlucht der „La Sarine“ und dann dem Ostufer des Lac de la Gruyère entlang Richtung Süden. Bei Château-d‘Oex zweigen wir nach links ab und fahren über Saanen und Saanenmöser nach Zweisimmen, wo wir mit den Hunden der Kleinen Simme entlang spazieren und darin baden – zumindest die Hunde. 😉

Die „Grand Route of Switzerland“ führt das Simmental herunter nach Spiez und dann dem Thunersee entlang Interlaken entgegen. Wir lassen Interlaken, welches wir beide kennen, aus und schwenken links nach Unterseen ab, welches bei mir viele Erinnerungen auslöst: Segeln, Campen und Freizeitfeeling und dann mit dem Motorrad zurück in die Ostschweiz dem nördlichen Ufer des Thunersees entlang.

Durch Thun herrscht etwas Stau, welcher den Verkehrsfluss an jedem Rondell lähmt, aber schlussendlich passieren wir auch dieses Nadelöhr. Bald ist der Weg frei Richtung Emmental und etwas später führt uns eine ziemlich abenteuerliche Fahrt hügelauf- und runter unserem Ziel „Blueberry Hill“ entgegen. Hier baut eine Familie Heidelbeeren und Holunder an und verkauft diese – sei‘s als Beeren, Konfitüre, Sirup, Wein oder Schaumwein. Dort wollen wir hin, weil sie auch ein paar Übernachtungsplätze anbieten. Wir erwischen den letzten Platz…

Auch für die Hunde hat es tolle Spazierwege…

Von den Teichen des Jura in‘s Drei-Seen-Land

17. September 2020 Saignelégier – Murten

Heute fand der eigentliche Morgenspaziergang erst nach dem Frühstück statt, denn bei unserem Übernachtungsplatz sind die möglichen Hunderunden eher überschaulich und dazu zu einem rechten Teil von Mutterkühen mit ihren Kälbern besetzt. Nach ein paar Kilometern steigen wir wieder aus unserem Reisekasten aus und machen uns auf den Weg zum Étang des Royes, einem wunderschönen Teich inmitten des Waldes.

Wir beschliessen, da wir die „Grand Tour“ nicht bis Basel fahren wollen, über den Chasseral mit Hundespaziergang, Kaffee und Kuchen zu fahren und dann wieder in die „Grand Tour“ bei Gampelen einzusteigen. Beim Chasseral werden wir vom Wirt mit diesen Signalen begrüsst.

Wir lassen das mit dem Kaffee und Kuchen, obwohl wir ja nicht übernachten möchten, fühlen uns so nicht willkommen, machen ein Photo vom ausgegrauten Panorama und fahren weiter südwärts.

In der Nähe von Gampelen erspähen wir wieder ein „Grand Route“-Wegweiser, welcher uns hoch auf den Mont Vully führt. Mit den Hunden geniessen wir auf einer kleinen Runde die schöne Aussicht über den Murtensee.

Abends sind wir bei Romis Family in Murten eingeladen. Nach dem Apéro und vor dem Nachtessen spazieren wir runter zur Pantschau und geniessen das Abendrot am Murtensee.

Es war schön, Euch alle wieder einmal zu sehen – vielen Dank für Wein, Bier, Speis und Trank und den schönen Abend mit Euch!

Von den Seen über Sibirien zu den Pferden

16. September 2020 Les Charbonnières – Saignelégie

Der Hundespaziergang führte zum Lac de Joux und der kleinere Spaziergang zur Boulangerie Artisanale in Les Charbonnières.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg der „Grand Tour“, welche uns nach Romainmôtier zum ehemaligen Benediktiner-Kloster führte. Die Gebäude wirken freundlich und nicht erdrückend – sehr schön!

Auf der Weiterfahrt tauchte plötzlich linkerhand eine Burg am Horizont auf: das Schloss Champvent, welches immer noch recht genau den Bauplänen von 1250 entspricht.

Dem Lac de Neuchâtel entlang fuhren wir zum Schloss Grandson.

Weiter führte uns der Weg nordwärts über Ste-Croix nach La Brévine, dem Sibirien der Schweiz. Kurz vor La-Chaux-de-Fonds sahen wir rechts der Strasse das architektonisch spannende Gebäude der Greubel Forsey, einer Uhrenmanufaktur. Diese stellt vor allem High-End-Uhren mit Tourbillon und Doppeltourbillon her. Das Architekturensemble besteht aus einem historischen Bauernhaus – von einem Spezialisten für traditionelle Architektur saniert und renoviert – und einem Neubau, der mit seinem begrünten Dach und seiner Keilform die Topographie des Schweizer Jura widerspiegeln soll. Dieser Neubau wurde von Architekt Pierre Studer gezeichnet.

Wir entschieden uns, in Saignelégier zu übernachten und gingen vor dem Abendessen eine Runde mit den Hunden.

1079 – Lac Léman – 1004

15. September 2020 Binii, Savièse – Les Charbonnières, Lac de Joux

Hoch ob all den Weinbergen bei Binii erwachten wir durch das Geblöke und Gebimmel der Schafe vor unserem Reisekasten.

Romi spazierte mit den Hunden und ich bereitete das Frühstück vor.

Nach dem Morgenessen genossen wir die herrliche Aussicht auf die Walliser-Alpen und relaxten. Kurz vor Mittag verliessen wir unseren Übernachtungsplatz auf 1079 Metern über Meer und kurvten hinunter ins Tal, wo wir wieder der Grand Tour of Switzerland folgten.

Rebberge bei Saillon
Schloss Chillon
Montreux
EPFL Lausanne

Nach einigen Irrungen und Wirrungen am Genfersee – wir holten etwas zu weit nach Westen aus – erreichten wir wieder die „Grand Route of Switzerland“ und überquerten den Col du Marchairuz ins Vallée de Joux. In Les Charbonnières finden wir auf 1004 Metern über Meer einen sehr schönen Übernachtungsplatz am Lac Brenet.

Romi spaziert mit den Hunden und ich mache Womo und Abendessen klar – ein schöner 30ster Hochzeitstag! 😀

Lac Brenet
Lac de Joux
Lac de Joux

Ich bin nicht mehr in Binn, sondern bin jenseits des Röstigrabens in Binii

14. September 2020 Binn

Beinahe haben wir verschlafen. Das wäre ja nicht so schlimm, aber der Bäcker verkauft seine Brötchen und anderes von 7:15 bis 8:30.

Nach dem Frühstück spazieren wir vom Camping nach Binn, einem hübschen Örtchen, welches dem Tal seinen Namen gab. Besonders hervorstechen tut das Hotel Ofenhorn, welches in der Belle-Époque 1883 gebaut und 1897 erweitert wurde. Seit 2008 gehört es zu den Swiss Historic Hotels.

Zentral in Binn steht eine kleine Kapelle. Über dem Ausgang hat es ein Gemälde, welches unter anderem das Fegefeuer (unten rechts) martialisch illustriert. Romi war als Kind hier im Klassenlager und vom Bild ziemlich beeindruckt…

Ansonsten ist die Kapelle noch ganz hübsch…

Auch die anderen Gebäude in Binn sind sehr gepflegt und herausgeputzt – wirklich ein hübscher Ort zuhinderst im Binntal.

Auf dem Rückweg sehen wir noch einen netten Heugümper…

…und eine schöne Aussicht…

Auf dem Heimweg finden wir noch eine Türe, oder wie man hier sagt Port oder Porta – wohl zum Gleis neundreiviertel – mit etwas Anlauf sollte es gelingen… 😉

Kurz nach Mittag fahren wir der „Grand Tour of Switzerland“ entlang weiter das Rhonetal westwärts gen Sion und zweigen kurz vor der Kantonshauptstadt rechts ab und steil den Berg hinauf nach Binii ob Savièse, wo wir übernachten wollen. Zuerst aber spazieren wir zur Bisse de Déjour, wo das Wasser zu den verschiedenen Weinbergen und Kulturen geleitet wird. Die Ursprünge dieses Werkes datieren auf 1430 bis 1448 und wurden ständig weiter entwickelt.

Die Bisse
Eine Abzweigstelle
Ein Schieber

Abends geniessen wir die Aussicht von unserem Reisekasten in die Walliser Alpen.

Vom Mässersee über die Binna und Rotte ins Mittelmeer

13. September 2020 Binntal – Binntal

Wir sind ja sozusagen der Kontrapunkt zu den Dauercampern – selten bleiben wir mehr als eine Nacht am gleichen Ort. Doch hier – schon als wir ankamen – war klar, dass wir hier zwei Nächte bleiben. Für nur 26 Franken den Tag (inklusive zwei Hunde aber ohne Strom) bieten sie hier eine tolle Umgebung, picobello saubere Sanitäranlagen und jeden Morgen den Bäcker von Fiesch – was will man mehr!

Heute entschliessen wir uns für eine Wanderung zum Mässersee, welcher hoch über unserem Camping thront.

Durch einen Fichten- und Lärchenwald und über Alpweiden führt uns der Weg zum idyllischen Bergsee.

Wo sind die Steinpilze?

Nach gut zwei Stunden erreichen wir den Mässersee – ein Kleinod hoch über dem Tal.

Beim Abstieg sehen wir noch eine phänomenale Alpenkulisse mit dem Aletschhorn.

Müde, durstig und hungrig erreichen wir nach etwa sechs Stunden wieder unseren Reisekasten und geniessen eine Dusche in den sauberen Sanitäranlage und danach ein Bier aus dem Wallis mit Appenzeller-Käse und Walliser-Roggenbrot. Ein schöner Tag!

Das Wasser, welches wir den ganzen Tag gesehen haben, vom Mässersee über die Binne,

fliesst über die Rhone (Rotte) ins Mittelmeer. Wann wird wohl das Wasser , welches wir heute gesehen haben und die Hunde darin gebadet haben, im Mittelmeer ankommen?

Von Erinnerungen zu Erinnerungen – Urs und Romi

12. September 2020 Oberalppass – Giessen/Binn, VS

Urs hat ja einen grossen Teil seiner Militärdiensttage rund um Andermatt im Gotthardmassiv verbracht und kennt darum auch sehr viele Ecken und Winkel. Damit verbunden sind (auch aber nicht nur) gute Erinnerungen.

Am Morgen stehen wir früh auf – Romi geht mit den Hunden und ich bereite Frühstück und Reisekasten vor. Romi findet den Ort, wo Speckstein abgebaut wird

Nicht nur Speckstein, sondern auch eine phänomenale Aussicht zeigt sich hier.

Nach dem Frühstück fahren wir los Richtung Westen: Andermatt mit dem Chedi und manchen properen Neubauten, am Turm der Herren von Hospental, dem Golfplatz (statt Waffenplatz) und Realp vorbei erreichen wir den Furkapass. Auf der Urner-Seite oft einspurig erreichen wir die Passhöhe.

Auf der Walliser-Seite ist die Strasse richtungsgetrennt – gemütlich tuckern wir talwärts. Bei Fiesch biegen wir links ab und fahren das Binntal hoch – da war Romi mal im Sommerklassenlager. Wir suchen uns einen Platz im Camping Giessen und finden den wohl schönsten: grad an der Binna.

Nach einem Espresso und der Hundfütterung nehmen wir den Gesteinserlebnisweg unter die Füsse: sehr schön und informativ – beim Bergwerk finden wir auch noch ein paar hübsche Steine.

Moira war dann bei der Rückkehr noch kurz in der Binna und dann im Reisekasten:

😄😂🤣

Abends geniessen wir die Vorzüge dieses Campings…

Schön ist es – wir geniessen den Abend und die Ruhe und das Rauschen der Binna…

Von Pass zu Pass und zur Lücke…

11. September 2020 Gotthardpass – Oberalppass

Der Morgenspaziergang auf dem Gotthardpass brachte schöne Aussichten, Stimmungen und Photos.

Blick gen Süden
Der Pass mit den neuen Windkrafträdern
Eine Einrichtung der ehemaligen Gotthardfestung – heute Museum

Eine kurze Fahrt führte uns nordwärts nach Hospental und dann – ausserhalb der Grand Tour of Switzerland – über Andermatt hoch zum Oberalppass. Hier verbindet sich Sawiris Andermatt-Skiresort mit den Skipisten von Sedrun.

Vor Jahrzehnten machten meine Eltern mit uns Kindern eine Tour vom Oberalppass über die Treschhütte mit Übernachtung und weiter talwärts. Diese Wanderung ist mir noch mit vielen Details in Erinnerung und dies will ich ein wenig aufwärmen. Die meisten Touristen nehmen den Weg zur Rheinquelle unter die Füsse – wir binden die Bergschuhe für den Aufstieg zur Fellilücke.

Mein treuer Begleithund Moira

Begleiter und Verpflegung während des Aufstiegs

Nach gut 400 Höhenmetern erreichen wir die Fellilücke. Vor gut 50 Jahren erlaubte uns eine dicke Schneedecke das Rutschen gen Treschhütte – heute zeigte sich der Hang nördlich der Fellilücke im dezenten Schottergrau.

Blick nordwärts gegen die Treschhütte

Das Panorama ist toll und wir geniessen die Einsamkeit, die Stille und die herrliche Aussicht.

Die nicht mehr ganz so junge Dame mag noch sehr gut!
😃

Zufrieden machen wir uns auf den Abstieg und nehmen all die Bilder und Eindrücke mit.

Das Abendessen geniessen wir auf der Terrasse des Restaurant Piz Calmot – wie immer hervorragende Küche.